Ein kurzer Check der E-Mails im Hotel, die Suche nach einem Restaurant im Café oder das Arbeiten am Laptop während einer Zugfahrt – Internetzugang gibt es heute fast überall. Praktisch ist das allemal. Gleichzeitig verbindet sich das eigene Gerät dabei nicht immer mit einem Netzwerk, dem man vollständig vertraut.
Genau an diesem Punkt kann ein VPN interessant werden. Es ist kein Werkzeug, das jede Gefahr im Internet beseitigt. Richtig eingesetzt kann es jedoch dabei helfen, die eigene Verbindung besser zu schützen und die Sichtbarkeit der persönlichen IP-Adresse zu reduzieren.
Öffentliche WLANs sind praktisch, aber nicht immer ideal
Kostenlose WLANs gehören inzwischen zum Alltag. In Hotels, Bahnhöfen, Cafés oder Flughäfen ist es oft einfacher, sich kurz mit einem vorhandenen Netzwerk zu verbinden, als mobile Daten zu verwenden.
Das Problem liegt weniger darin, dass jedes öffentliche WLAN automatisch unsicher wäre. Vielmehr weiß der Nutzer häufig nicht genau, wie das Netzwerk eingerichtet ist und welche Sicherheitsmaßnahmen dort eingesetzt werden.
Eine VPN-Verbindung verschlüsselt den Datenverkehr zwischen dem eigenen Gerät und dem VPN-Server. Dadurch wird eine zusätzliche Schutzschicht geschaffen, insbesondere wenn man unterwegs auf Webseiten zugreift oder Online-Dienste nutzt.
Trotzdem sollte man auch mit VPN keine sensiblen Daten leichtfertig über unbekannte Webseiten übertragen. Ein VPN ergänzt die üblichen Sicherheitsmaßnahmen, ersetzt sie aber nicht.
Die IP-Adresse spielt eine größere Rolle, als viele denken
Beim Besuch einer Webseite wird normalerweise die öffentliche IP-Adresse des Internetanschlusses sichtbar. Sie kann unter anderem Hinweise auf den ungefähren Standort liefern.
Bei einer aktiven VPN-Verbindung sehen Webseiten in der Regel stattdessen die IP-Adresse des VPN-Servers. Das kann beispielsweise interessant sein, wenn man auf Reisen ist und nicht möchte, dass jede Verbindung direkt mit dem heimischen Internetanschluss in Verbindung steht.
Außerdem gibt es Situationen, in denen Webseiten unterschiedliche Inhalte für verschiedene Regionen bereitstellen. Ein VPN kann dabei helfen, eine Verbindung über einen Server in einem anderen Land herzustellen. Ob der Zugriff auf bestimmte Inhalte tatsächlich funktioniert, hängt allerdings vom jeweiligen Anbieter und dessen Nutzungsbedingungen ab.
Kostenlos starten oder direkt bezahlen?
Für gelegentliche Nutzung muss nicht unbedingt sofort ein kostenpflichtiges Abonnement abgeschlossen werden. Wer zunächst ausprobieren möchte, ob ein VPN zum eigenen Alltag passt, kann sich auch einen VPN kostenlos-Dienst ansehen.
Bei kostenlosen Angeboten lohnt sich allerdings ein genauer Blick auf die Bedingungen. Häufig gibt es Einschränkungen bei Serverstandorten, Geschwindigkeit, Datenvolumen oder verfügbaren Funktionen.
Für die gelegentliche Nutzung kann eine kostenlose Variante trotzdem ausreichen. Wer dagegen täglich arbeitet, streamt oder unterwegs große Datenmengen über eine VPN-Verbindung überträgt, benötigt möglicherweise einen Dienst mit weniger Einschränkungen.
Nicht jede VPN-Funktion ist für jeden Nutzer wichtig
Bei der Auswahl eines VPNs wird häufig zuerst auf die Zahl der Server geschaut. Das allein sagt jedoch wenig darüber aus, ob der Dienst im Alltag gut funktioniert.
Für einen Nutzer, der hauptsächlich öffentliches WLAN absichern möchte, sind beispielsweise eine stabile Verbindung und eine einfache Bedienung wichtiger als eine riesige Liste exotischer Serverstandorte.
Wer dagegen regelmäßig unterwegs ist, kann stärker auf die Verfügbarkeit verschiedener Länder achten. Für mobile Nutzer wiederum spielt eine gute Unterstützung für Smartphones und Tablets eine größere Rolle.
Auch Datenschutz sollte nicht nur ein Schlagwort sein. Vor der Installation lohnt sich ein Blick darauf, welche Informationen der Anbieter sammelt und wie mit Verbindungsdaten umgegangen wird.
Ein VPN ist nur ein Teil der digitalen Sicherheit
Ein VPN schützt nicht vor Phishing-Mails, unsicheren Downloads oder gestohlenen Passwörtern. Auch Schadsoftware wird durch eine VPN-Verbindung nicht automatisch blockiert.
Deshalb gehören weiterhin aktuelle Betriebssysteme, sichere Passwörter und möglichst eine Zwei-Faktor-Authentifizierung zu den wichtigsten Grundlagen. Wer unterwegs arbeitet, sollte zusätzlich darauf achten, dass wichtige Webseiten ausschließlich über HTTPS aufgerufen werden.
Ein VPN sollte also eher als zusätzliche Schutzmaßnahme betrachtet werden und nicht als Komplettlösung für sämtliche Sicherheitsprobleme.
Wer verschiedene Geräte nutzt und eine unkomplizierte VPN-Lösung sucht, kann sich beispielsweise iTop VPN näher ansehen. Der Dienst bietet Verbindungen für unterschiedliche Plattformen und kann sowohl zu Hause als auch unterwegs eingesetzt werden. Ob die angebotenen Funktionen zum eigenen Nutzungsverhalten passen, lässt sich am besten durch einen direkten Vergleich feststellen.
Fazit
Ein VPN ist nicht für jede Internetaktivität zwingend erforderlich. Wer jedoch häufig öffentliche WLANs verwendet, unterwegs arbeitet oder seine IP-Adresse bei bestimmten Verbindungen nicht direkt verwenden möchte, kann von einer VPN-Verbindung profitieren.
Wichtig ist vor allem, die eigenen Anforderungen zu kennen. Für gelegentliches Surfen kann ein kostenloses Angebot genügen, während Vielnutzer eher auf Geschwindigkeit, Serverauswahl und zusätzliche Funktionen achten sollten.
Letztendlich macht ein VPN das Internet nicht automatisch sicher. Es kann aber eine sinnvolle zusätzliche Schutzschicht sein – insbesondere dann, wenn man häufig außerhalb des eigenen Heimnetzwerks online ist.