Website erstellen lassen: Worauf Betriebe aus Hanau und dem Main-Kinzig-Kreis achten sollten

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Man kennt das: Der Laden ist frisch renoviert, das Firmenfahrzeug neu beklebt, aber wer abends nach den Öffnungszeiten googelt, landet auf einer Website, die seit Jahren niemand mehr angefasst hat. Viele Betriebe in Hanau, Maintal oder Gelnhausen stecken Geld in Räume, Fahrzeuge und Werbung. Die Website läuft irgendwie nebenher.

Dabei ist sie für viele Kunden der erste Kontakt. Wer einen Elektriker, eine Physiotherapie oder einen Steuerberater sucht, zückt das Handy und schaut, wer in der Nähe ist. Was dann in den ersten Sekunden passiert, entscheidet oft darüber, ob jemand anruft oder weiterscrollt. Wer über eine neue Website nachdenkt, sollte deshalb ein paar Dinge klären, bevor das erste Angebot auf dem Tisch liegt.

Erst das Ziel, dann das Design

Klingt banal, wird aber erstaunlich oft übersprungen. Soll die Seite vor allem zeigen, dass es den Betrieb gibt? Soll sie Anfragen bringen, neue Azubis finden oder Produkte verkaufen? Je nachdem sieht sie ganz anders aus.

Hilfreich ist eine kurze Notiz: Was soll ein Besucher am Ende tun? Anrufen, ein Formular abschicken, einen Termin buchen? Wer das vorher aufschreibt, kann später jeden Entwurf daran messen und lässt sich nicht so leicht von schönen Bildern blenden.

Was eine Website kostet und was danach kommt

Hier gehen die Angebote weit auseinander, und das verunsichert viele. Als grobe Hausnummer: Eine ordentliche Firmenwebsite mit ein paar Unterseiten liegt bei regionalen Agenturen häufig zwischen 1.500 und 4.000 Euro netto. Kommen ein Online-Shop, eine Terminbuchung oder Schnittstellen zur Warenwirtschaft dazu, ist man schnell bei 3.000 bis 15.000 Euro.

Weniger beachtet werden die laufenden Kosten. Hosting und Domain kosten meist 10 bis 20 Euro im Monat, dazu kommen je nach Bedarf Wartung und Änderungen. Fragen Sie ruhig direkt danach. Und noch etwas, das viele vergessen: Wem gehört die Website eigentlich, wenn man später den Anbieter wechseln möchte?

Das Handy ist der Normalfall

Ein Großteil der Besucher kommt heute übers Smartphone, gerade bei der Suche nach Betrieben in der Nähe. Muss man erst hineinzoomen, um die Telefonnummer zu lesen, ist der Kunde weg. Gut lesbare Schrift, eine Nummer zum Antippen und Buttons, die man auch mit dem Daumen trifft, sollten selbstverständlich sein. Sind sie aber längst nicht überall.

Genauso wichtig ist die Ladezeit. Google misst mit den sogenannten Core Web Vitals, wie schnell und stabil eine Seite lädt, und lässt das in die Bewertung einfließen. Als Faustregel gilt: Nach etwa 2,5 Sekunden sollte das Wichtigste zu sehen sein. Meistens bremsen riesige Fotos und zu viele Zusatzprogramme.

Impressum, Datenschutz, Barrierefreiheit

Ohne geht es nicht. Jede Firmenwebsite in Deutschland braucht ein vollständiges Impressum nach § 5 Digitale-Dienste-Gesetz (DDG) und eine Datenschutzerklärung. Die Texte holt man sich am besten von einem spezialisierten Rechtstexte-Dienst oder vom Anwalt, nicht von der Website der Konkurrenz. Werden Google Analytics oder Werbe-Pixel eingesetzt, braucht es in der Regel ein Cookie-Banner, das um Erlaubnis fragt, bevor diese Dienste laden.

Seit dem 28. Juni 2025 gilt außerdem das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz, kurz BFSG. Es betrifft vor allem Online-Shops und andere Angebote, über die Verbraucher online Verträge abschließen. Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten und höchstens zwei Millionen Euro Jahresumsatz oder Jahresbilanzsumme sind bei Dienstleistungen ausgenommen. Wer unsicher ist, lässt das kurz rechtlich prüfen. Eine gut lesbare, übersichtliche Seite schadet aber nie, ob Pflicht oder nicht.

Gefunden werden, wo die Kunden suchen

Für Betriebe mit Kunden aus der Region spielt die lokale Suche die Hauptrolle. Wer „Elektriker Hanau“ oder „Steuerberater Gelnhausen“ eingibt, bekommt meist zuerst eine Karte mit drei Einträgen angezeigt. Wer dort auftaucht, hat buchstäblich gute Karten.

Drei Dinge helfen dabei besonders: ein vollständig gepflegtes Google-Unternehmensprofil mit Öffnungszeiten, Fotos und Leistungen, echte Bewertungen zufriedener Kunden samt Antworten darauf und eine Website, die klar sagt, was man macht und wo. Am besten mit einer eigenen Unterseite für jede wichtige Leistung. Name, Adresse und Telefonnummer sollten außerdem überall gleich geschrieben sein, auf der Website genauso wie im Google-Profil und in Branchenbüchern.

Wer die Website nicht selbst baut, sollte darauf achten, dass der Dienstleister diese Grundlagen von Anfang an einplant. Ein Webdesigner aus Hanau weiß zum Beispiel, mit welchen Begriffen Kunden aus Hanau, Maintal oder dem Kinzigtal suchen, und ist für ein Gespräch auch mal schnell vor Ort.

Nach dem Start geht es erst richtig los

Eine Website ist kein Flyer, den man einmal druckt und dann vergisst. Das System dahinter, bei vielen kleinen Firmen WordPress, braucht regelmäßige Updates, sonst werden Sicherheitslücken zum Problem. Backups sollten automatisch laufen und nicht auf demselben Server liegen wie die Seite selbst.

Gut zu wissen, bevor man unterschreibt: Kann ich Texte und Bilder selbst ändern? Bekomme ich eine Einweisung? Und wer kümmert sich um die Updates, zu welchem Preis?

Fünf Fragen fürs erste Gespräch

Wer mehrere Angebote vergleicht, kommt mit diesen Fragen meist schnell weiter:

  1. Welche Referenzen aus meiner Branche oder der Region können Sie zeigen?
  2. Was genau ist im Festpreis enthalten, und was nicht?
  3. Wem gehören am Ende Website, Domain und Zugangsdaten?
  4. Wie sorgen Sie dafür, dass die Seite auf dem Handy schnell lädt und bei Google gefunden wird?
  5. Was kostet die Betreuung nach dem Start?

Kommen darauf klare Antworten, ist das schon ein gutes Zeichen. Weicht jemand aus, lohnt es sich, noch einmal nachzuhaken.

Unterm Strich

Eine neue Website kann einem Betrieb aus Hanau oder dem Main-Kinzig-Kreis über Jahre Kunden bringen. Vorausgesetzt, das Ziel ist klar, die Technik stimmt und die Seite wird in der Region auch gefunden. Wer die Punkte oben vorher durchgeht, vergleicht Angebote entspannter und erspart sich manche teure Überraschung.