Sehschwäche im Homeoffice: Wenn der Bildschirm zur täglichen Belastung wird
Wer kennt das nicht: Man sitzt seit Stunden am Laptop, die Augen brennen, der Blick verschwimmt und trotzdem ist der Feierabend noch weit entfernt. Was früher vor allem eingefleischte Büromenschen betraf, ist mit dem Boom des Home Office zum Alltag für Millionen geworden. Nur: Zu Hause kommen oft noch selbst verschuldete Probleme dazu. Das gemütliche Stehlämpchen statt Tageslicht, der Küchentisch statt ergonomischer Schreibtisch. Für die Augen ist das keine gute Kombination.
Brille und Kontaktlinsen – hilfreich, aber nicht immer die Lösung
Sehhilfen sind für viele so selbstverständlich wie der Morgenkaffee. Doch gerade vor dem Bildschirm stoßen sie an ihre Grenzen. Wer Kontaktlinsen trägt, kennt das unangenehme Gefühl: Man konzentriert sich auf den Monitor, vergisst zu blinzeln – und nach einiger Zeit sind die Augen völlig ausgetrocknet. Fachleute sprechen vom sogenannten Bildschirmarbeitsplatz-Syndrom oder der digitalen Augenmüdigkeit. Die Kontaktlinse entzieht dem Auge zusätzlich Feuchtigkeit. Nach einem langen Arbeitstag folgen Rötungen und ein lästiges Brennen.
Auch wer zur Brille greift, ist nicht aus dem Schneider. Reflexionen auf den Gläsern oder ein eingeschränktes Sichtfeld zwingen einen dazu, den Kopf in unnatürliche Positionen zu drehen. Mit der Zeit entstehen Nackenverspannungen, die zum Dauerproblem werden können. Und dann sind da noch die kleinen Alltagsärgernisse: die Brille, die im Sommer von der Nase rutscht, oder die beschlagenen Gläser, sobald heißer Tee oder Kaffee eingeschenkt wird.
Ein Leben ohne Sehhilfe – ist das realistisch?
Für Menschen, die sich das alles dauerhaft ersparen möchten, gibt es eine Alternative: die Augenlaserbehandlung. Dabei wird die Hornhaut mit hochpräzisen Lichtimpulsen so umgeformt, dass einfallende Lichtstrahlen wieder scharf auf der Netzhaut ankommen. Das gängigste Verfahren hierfür heißt LASIK, dauert pro Auge nur wenige Minuten und wird mit betäubenden Augentropfen durchgeführt. Viele Patienten berichten, dass sie bereits am nächsten Tag klarer sehen als je zuvor – ganz ohne Hilfsmittel.
Was kostet eine Augenlaserbehandlung und lohnt es sich?
Die ehrliche Antwort: Es ist kein Schnäppchen. Wer sich vorab einen Überblick verschaffen möchte, findet auf der Seite zu den Augen-Lasern-Kosten eine detaillierte Aufstellung der anfallenden Leistungen. Etwa 1.200 Euro pro Auge sind realistisch und inkludieren dabei nicht nur die Behandlung selbst, sondern auch die Nachsorge. Da es sich in den meisten Fällen um eine Wahlleistung handelt, übernimmt die Krankenkasse in der Regel keine Kosten.
Wer aber einmal zusammenrechnet, was Brillengestelle, neue Gläser und Kontaktlinsenpflegemittel über die Jahre kosten, dem relativiert sich der Betrag schnell. Und der Komfort – morgens aufwachen und einfach klar sehen – hat für viele einen Wert, der sich kaum in Euro messen lässt.
Bin ich überhaupt für eine Augenlaserbehandlung geeignet?
Nicht jedes Auge lässt sich lasern. Deshalb steht am Anfang immer eine ausführliche ärztliche Voruntersuchung. Hornhautdicke, Pupillengröße, allgemeiner Augenzustand – das alles wird sorgfältig geprüft. Wichtig ist außerdem, dass die Sehschwäche seit mindestens einem Jahr stabil geblieben ist. Nur wer diese Voraussetzungen erfüllt, kann sicher sein, dass der Eingriff das gewünschte Ergebnis bringt und dass das Arbeiten im Home Office künftig entspannter wird. Ohne Brille, ohne Kontaktlinsen, ohne den täglichen Kampf mit den eigenen Augen.