Warum Bewegung im Arbeitsalltag wichtiger ist als viele denken

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Steigende Krankenstände, sinkende Produktivität und Mitarbeitende, die innerlich längst auf Sparflamme laufen. HR-Verantwortliche und Führungskräfte kennen diese Herausforderungen nur zu gut. Gleichzeitig bleiben viele klassische Gesundheitsangebote ungenutzt. Der Rückenkurs am Abend, das Fitnessstudio-Abo, der jährliche Gesundheitstag. Gut gemeint, aber an der Realität des Arbeitsalltags vorbei. Dabei zeigt sich immer deutlicher: Es braucht keine großen Programme, sondern kluge, alltagstaugliche Lösungen, die dort ansetzen, wo Belastung entsteht. Direkt im Arbeitsalltag.

Was langes Sitzen mit dem Körper und der Leistung macht

Wenn der Arbeitsplatz zur Belastung wird

In den meisten Unternehmen verbringen Mitarbeitende den Großteil ihres Tages sitzend. Acht Stunden oder mehr in derselben Position. Die Folgen sind bekannt: Verspannungen im Nacken und in den Schultern, Rückenbeschwerden, eingeschränkte Durchblutung und ein spürbarer Energieverlust im Laufe des Tages. Was oft übersehen wird: Selbst Mitarbeitende, die nach Feierabend Sport treiben, sind davon betroffen. Fachleute sprechen vom Active-Couch-Potato-Effekt. Die abendliche Joggingrunde kann stundenlanges Sitzen am Tag nicht ausgleichen. Der Körper braucht über den gesamten Tag verteilt Bewegung, nicht nur in einem kurzen Zeitfenster.

Psychische Belastung durch Bewegungsmangel

Doch es geht nicht nur um den Körper. Bewegungsmangel beeinflusst auch die mentale Gesundheit erheblich. Ohne regelmäßige Bewegungspausen bleibt der Cortisolspiegel dauerhaft erhöht. Das Stressempfinden steigt, die Konzentration lässt nach und die Fähigkeit, klare Entscheidungen zu treffen, nimmt ab. Das Ergebnis: Mitarbeitende, die am Ende des Tages erschöpft sind, obwohl sie sich kaum bewegt haben. Für Unternehmen bedeutet das messbare Produktivitätsverluste, höhere Fehlerquoten und langfristig steigende Fehlzeiten.

Warum klassische Gesundheitsangebote oft nicht ankommen

Hoher Aufwand, geringe Nutzung

Viele Unternehmen investieren bereits in betriebliches Gesundheitsmanagement. Manche stellen Fitnessgeräte in eigenen Betriebssporträumen bereit oder bezuschussen Mitgliedschaften im Fitnessstudio. Das Problem ist häufig nicht das Angebot selbst, sondern die Umsetzung. Kurse nach Feierabend erfordern zusätzliche Zeit und Energie. Mitarbeitende müssen sich umziehen, anreisen oder einen festen Termin einhalten. Auch teure Fitnessgeräte im Büro bleiben oft ungenutzt, weil die Hemmschwelle im Arbeitsalltag schlicht zu hoch ist. In einem ohnehin verdichteten Arbeitstag bleibt das für viele unrealistisch. Die Folge: Teilnahmequoten, die weit hinter den Erwartungen zurückbleiben. Und bei HR-Verantwortlichen bleibt die Frage, ob sich die Investition überhaupt lohnt.

Der Wunsch nach messbarem Impact

Führungskräfte und Entscheider wollen nachvollziehbare Ergebnisse sehen. Weniger Krankentage, bessere Stimmung im Team, höhere Produktivität. Klassische BGM-Maßnahmen liefern diese Transparenz selten. Es fehlt an Strukturen, die sich in bestehende Arbeitsabläufe einfügen und deren Wirkung sichtbar wird. Genau hier liegt die Chance für einen anderen Ansatz.

Welche Ansätze sich im Arbeitsalltag tatsächlich bewähren

Warum Bewegung im Arbeitsalltag wichtiger ist als viele denken

Kurze Einheiten statt langer Programme

Die Forschung zeigt: Schon wenige Minuten gezielte Bewegung zwischendurch können den Cortisolspiegel senken, die Durchblutung verbessern und die Konzentration spürbar steigern. Es muss nicht die einstündige Trainingseinheit sein. Kurze, angeleitete Bewegungspausen von fünf bis fünfzehn Minuten reichen aus, um Verspannungen zu lösen, den Kopf freizubekommen und die Leistungsfähigkeit für die zweite Tageshälfte wiederherzustellen. Das Entscheidende dabei: Es braucht kein Umziehen, keine Sportkleidung und keinen zusätzlichen Aufwand. Die Übungen funktionieren direkt am Arbeitsplatz, im Meetingraum oder im Homeoffice.

Ganzheitliche Bewegungskonzepte für den Berufsalltag

Besonders wirkungsvoll sind Ansätze, die körperliche Bewegung mit Atemtechniken und mentaler Entspannung verbinden. Yoga-basierte Formate haben sich hier als besonders geeignet erwiesen, weil sie gleich mehrere Ebenen ansprechen: Sie lösen körperliche Verspannungen, reduzieren mentalen Stress und fördern die Konzentration.

Einen neuen Weg geht dabei Business Yoga für Unternehmen von LAJA Yoga. Als erste digitale Business-Yoga-Plattform in Deutschland, die speziell für den Einsatz in Unternehmen entwickelt wurde, setzt sie genau dort an, wo klassische Angebote scheitern. Die Einheiten sind kurz, unkompliziert und ohne Zusatzaufwand in den Arbeitsalltag integrierbar, ob am Schreibtisch, im Homeoffice oder standortübergreifend für hybride Teams. Die Plattform wächst mit dem Unternehmen und macht die Nutzung transparent nachvollziehbar. Der Launch ist für 2026 geplant.

Spaziergänge und bewegte Meetings

Ergänzend dazu können auch einfache Maßnahmen wie Walking-Meetings einen Unterschied machen. Ein Gespräch im Gehen fördert nicht nur die körperliche Aktivität, sondern regt nachweislich auch kreatives Denken an. Besonders bei Meetings mit wenigen Teilnehmenden ist das eine unkomplizierte Möglichkeit, Bewegung in den Arbeitsalltag zu bringen.

Was Entscheider jetzt tun können

Gesundheitsförderung als strategische Aufgabe verstehen

Mitarbeitergesundheit ist kein Soft-Thema. Sie wirkt sich direkt auf Produktivität, Krankenstand und Arbeitgeberattraktivität aus. Unternehmen, die Gesundheitsförderung als festen Bestandteil ihrer Unternehmenskultur begreifen, profitieren langfristig auf allen Ebenen. Der erste Schritt ist oft der einfachste: ein niedrigschwelliges, digital verfügbares Angebot, das sich ohne großen organisatorischen Aufwand in den Alltag einbauen lässt.

Führung mit gutem Beispiel

Wenn Führungskräfte selbst an Bewegungsangeboten teilnehmen, verändert das die gesamte Teamdynamik. Es signalisiert, dass Gesundheit kein Randthema ist, sondern ernst genommen wird. Und es senkt die Hemmschwelle für Mitarbeitende, die sich sonst vielleicht nicht trauen würden, an einem solchen Angebot teilzunehmen.

Fazit

Bewegung im Arbeitsalltag ist keine nette Ergänzung, sondern eine strategische Notwendigkeit. Wer als HR-Verantwortlicher oder Führungskraft nach Lösungen sucht, die tatsächlich genutzt werden und messbare Ergebnisse liefern, sollte auf kurze, alltagstaugliche Formate setzen, die sich nahtlos in bestehende Strukturen einfügen. Die Technik dafür ist da. Jetzt braucht es den Willen, sie einzusetzen.

Häufig gestellte Fragen

Wie oft sollten Mitarbeitende sich im Arbeitsalltag bewegen?

Idealerweise alle 30 bis 60 Minuten für wenige Minuten. Schon kurzes Aufstehen, Dehnen oder ein paar Schritte Gehen reichen aus, um den Körper zu aktivieren und die Konzentration zu verbessern.

Welche Übungen eignen sich direkt am Arbeitsplatz?

Nackenrollen, Schultermobilisation, sanfte Drehungen der Wirbelsäule, Handgelenkskreisen und bewusste Atemübungen lassen sich ohne Hilfsmittel und ohne Umziehen direkt am Schreibtisch durchführen.

Kann Bewegung am Arbeitsplatz wirklich den Krankenstand senken?

Ja. Studien zeigen, dass regelmäßige Bewegung den Stresshormon-Spiegel senkt und das Immunsystem stärkt. Unternehmen, die strukturierte Bewegungsprogramme einsetzen, berichten von einer Reduktion der Fehlzeiten um bis zu 25 Prozent.

Funktionieren digitale Bewegungsangebote auch für verteilte Teams?

Absolut. Digitale Plattformen bieten den Vorteil, dass alle Mitarbeitenden unabhängig vom Standort teilnehmen können, egal ob im Büro, im Homeoffice oder unterwegs. Gerade für hybride Arbeitsmodelle ist das ein entscheidender Vorteil gegenüber Präsenzangeboten.