Die Pfingstrose gilt als unangefochtene Königin im Bauerngarten. Wer ihre Blüten im Frühjahr bewundert hat, möchte sie nie wieder missen. Diese Pflanzen sind wahre Überlebenskünstler und können an einem guten Standort viele Jahrzehnte alt werden. Doch der Erfolg im eigenen Garten beginnt bereits lange vor der ersten Blüte. Die Wahl der richtigen Wurzelware ist dabei der alles entscheidende Schritt. Viele unterschätzen die Wichtigkeit einer gesunden Basis beim Start. Geduld und ein Auge für Qualität sind gefragt.
Die Qualität der Wurzeln erkennen
Wer eine hochwertige Pfingstrose kaufen möchte, sollte die Wurzeln ganz genau unter die Lupe nehmen. Gesunde Wurzelware fühlt sich fest und prall an, fast wie eine frische Karotte. Wenn die Teilstücke weich oder matschig wirken, ist Vorsicht geboten. Solche Anzeichen deuten oft auf Fäulnis oder eine falsche Lagerung hin. Ein wichtiges Merkmal sind die sogenannten Augen an der Oberseite. Davon sollten mindestens drei bis fünf deutlich erkennbar sein. Kräftige Augen sorgen für einen stattlichen Busch im Beet. Auch die Größe der Wurzel spielt eine Rolle für das spätere Wachstum. Zu kleine Stücke brauchen oft viele Jahre bis zur ersten Blüte. Eine gewisse Substanz ist also absolut notwendig für einen schnellen Erfolg.
Der richtige Zeitpunkt für den Erwerb
Die beste Zeit für den Kauf von nackten Wurzeln ist der Herbst. In dieser Phase befinden sich die Pflanzen in einer natürlichen Ruhepause. Der Versand und das Einpflanzen verursachen dann den geringsten Stress für das Gewebe. Im Handel findet man die Wurzelware oft in schlichten Beuteln mit etwas Erde. Man sollte diese Verpackungen direkt nach der Ankunft öffnen und die Wurzeln kontrollieren. Wenn das Wetter noch zu warm ist, kann man sie kurzzeitig kühl lagern. Eine feuchte Lagerung in einem dunklen Kellerraum ist für ein paar Tage kein Problem. Dennoch gilt die Regel: Die Wurzeln gehören so schnell wie möglich in den Boden. Die herbstliche Bodenwärme hilft den feinen Wurzeln beim Anwachsen vor dem ersten Frost.
Den perfekten Start im Garten ermöglichen
Der Standort entscheidet über Leben und Tod der jungen Pflanze. Pfingstrosen lieben die Sonne und brauchen einen tiefgründigen, nährstoffreichen Boden. Ein schwerer Lehmboden ist ideal, solange das Wasser gut abfließen kann. Beim Einpflanzen der Wurzelware machen viele Anfänger einen entscheidenden Fehler. Sie setzen die Wurzeln viel zu tief in die Erde. Die Augen dürfen nur etwa drei Zentimeter mit Erde bedeckt sein. Wenn die Pfingstrose zu tief sitzt, bildet sie zwar schönes Laub, aber leider keine Blüte. Das ist die häufigste Ursache für Enttäuschungen im nächsten Jahr. Nach dem Pflanzen braucht die Erde Kontakt zur Wurzel, also drückt man sie fest an. Ein kräftiges Angießen schließt zudem alle Hohlräume im Boden. Wer diese einfachen Regeln beachtet, wird schon bald mit einer spektakulären Blütenpracht belohnt werden.