Was ist wichtig, um Fachkräfte für die Verteidigungsindustrie zu gewinnen?
Um Fachkräfte für den Sektor zu gewinnen, sollte zunächst genau definiert werden, welche offenen Positionen die Produktion beeinträchtigen und welche Qualifikationen dafür erforderlich sind. Bereits zu Beginn sollte festgelegt werden, welche Positionen sofort besetzt werden können und für welche zusätzliche Verfahren, beispielsweise eine Sicherheitsüberprüfung, erforderlich sind. Eine schnelle Rekrutierung darf dabei nicht zu Lasten von Sicherheit oder der Einhaltung gesetzlicher Vorgaben gehen. In der Verteidigungsindustrie können Fehlbesetzungen zu Verzögerungen, Qualitätsproblemen oder fehlenden Zugangsberechtigungen führen. Vor Beginn des Recruitingprozesses empfiehlt es sich, folgende Punkte festzulegen:
- die Liste der kritischen Positionen,
- erforderliche Zertifikate und Qualifikationen,
- das notwendige Niveau technischer Sprachkenntnisse,
- den Umfang der Zugangsberechtigungen zu Produktionsbereichen.
Wie lässt sich die Rekrutierung auf den polnischen und mittelosteuropäischen Arbeitsmarkt ausweiten?
Sind die Möglichkeiten auf dem deutschen Arbeitsmarkt begrenzt, kann die Ausweitung des Recruitings auf Polen und Mittelosteuropa den Kandidatenpool um ein Vielfaches vergrößern. Für Unternehmen der Verteidigungsindustrie sowie Hersteller von Dual-Use-Komponenten ist insbesondere der Zugang zu Fachkräften mit Erfahrung in den Bereichen Produktion, Schweißtechnik, Metallverarbeitung, Montage, Instandhaltung und Qualitätskontrolle von großer Bedeutung. Polen gilt aufgrund der geografischen Nähe, der industriellen Erfahrung vieler Fachkräfte sowie der gemeinsamen Zugehörigkeit zur EU und NATO als besonders attraktiver Rekrutierungsmarkt.
Besonders erfolgreich ist die Kombination mehrerer Maßnahmen:
- aktive Suche nach geeigneten Kandidaten,
- Zusammenarbeit mit einem Partner, der sowohl den polnischen als auch den deutschen Arbeitsmarkt kennt,
- schnelle technische Vorauswahl der Bewerber,
- ein transparentes und klar definiertes Beschäftigungsmodell,
- gezielte Vorbereitung der Mitarbeitenden auf die Anforderungen eines deutschen Produktionsbetriebs.
Welche Fachkräfte sollten in Polen gezielt rekrutiert werden?
In Polen sollten vor allem Fachkräfte gesucht werden, deren Qualifikationen sich schnell und zuverlässig in der Praxis überprüfen lassen. In der Verteidigungsindustrie sind insbesondere Mitarbeiter:innen gefragt, die präzise arbeiten, technische Vorgaben konsequent umsetzen und mit hohen Qualitätsanforderungen vertraut sind. Besonders wertvoll sind Kandidat:innen mit industrieller Erfahrung, fundierten Kenntnissen im Umgang mit technischen Zeichnungen sowie nachweisbaren fachlichen Qualifikationen.
Vorrangig sollten folgende Berufsgruppen rekrutiert werden:
- CNC-Bediener und Maschineneinrichter,
- MAG- und WIG-Schweißer,
- Schlosser und Monteure von Stahlkonstruktionen,
- Elektromechaniker und Instandhaltungstechniker,
- Mitarbeiter:innen in der Qualitätskontrolle,
- technische Monteure und Fachkräfte für die Metallverarbeitung.
Wie lassen sich Personaldienstleister zur schnellen Gewinnung qualifizierter Fachkräfte nutzen?
Ein Personaldienstleister kann den Recruitingprozess erheblich beschleunigen, da er die aktive Kandidatensuche, die Vorauswahl, die Kommunikation mit Bewerbern, die Prüfung von Unterlagen sowie einen Teil der administrativen Prozesse übernimmt. Für deutsche Unternehmen bedeutet dies eine deutliche Entlastung der HR-Abteilung und eine schnellere Bereitstellung geeigneter Kandidatenprofile zur Bewertung durch Produktions- oder Betriebsleiter.
In der Verteidigungsindustrie ist die Zusammenarbeit mit einem spezialisierten Personaldienstleister besonders wertvoll. Er vermittelt nicht nur qualifizierte Fachkräfte, sondern kennt auch die hohen Anforderungen an Termintreue, Dokumentation und Sicherheit. MONDI unterstützt deutsche Unternehmen dabei, qualifizierte Fachkräfte aus Polen zu gewinnen und die Zusammenarbeit so zu gestalten, dass sie den Anforderungen und Abläufen deutscher Produktionsbetriebe entspricht.
Wie lassen sich die fachlichen und sprachlichen Kompetenzen von Kandidaten überprüfen?
Technische Kompetenzen sollten praxisnah überprüft und nicht ausschließlich auf Grundlage des Lebenslaufs bewertet werden. Parallel dazu empfiehlt sich die Überprüfung der Kenntnisse deutscher Fachterminologie, insbesondere in den Bereichen Arbeitssicherheit, Toleranzen, Werkstoffe, Werkzeuge und Arbeitsanweisungen. Das erforderliche Sprachniveau sollte sich dabei an dieAnforderungen der jeweiligen Position, dem Umgang mit technischer Dokumentation sowie dem Grad der Eigenverantwortung orientieren.
Die Überprüfung fachlicher und sprachlicher Kompetenzen kann unter anderem umfassen:
- einen Test zum Lesen und Verstehen technischer Zeichnungen,
- ein technisches Fachgespräch in deutscher Sprache,
- eine praktische Arbeitsprobe oder einen Werkstatttest,
- die Überprüfung von Zertifikaten und Qualifikationsnachweisen,
- die Bewertung der Kenntnisse von Qualitätsstandards und -prozessen.
Eine schnelle Rekrutierung für die Verteidigungsindustrie sollte drei wesentliche Aspekte miteinander verbinden: den Zugang zu geeigneten Fachkräften, die zuverlässige Überprüfung ihrer Qualifikationen sowie ein rechtssicheres und strukturiertes Beschäftigungsmodell. Empfehlenswert ist es, zunächst Positionen zu besetzen, die keinen Zugang zu vertraulichen Unternehmensinformationen erfordern, und das Team anschließend schrittweise auszubauen.
Die Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Personaldienstleister kann dazu beitragen, Rekrutierungsrisiken zu minimieren und Verzögerungen bei der Personalbesetzung zu vermeiden. Daher empfiehlt es sich, zunächst die Positionen zu identifizieren, die die Produktion am stärksten beeinträchtigen, und anschließend zu prüfen, bei welchen Vakanzen MONDI Unterstützung leisten kann.