Viele Menschen nutzen heutzutage einen sogenannten Gesundheits-Tracker als praktische App auf dem Handy. Die App kann in Verbindung mit einer Smartwatch oder einem Fitness-Tracker-Band (sogenannte Wearables) die körperliche Aktivität im Alltag messen oder zur Überwachung der eigenen Gesundheit dienen. Doch dafür muss die Software auch zahlreiche sensible Daten erfassen, verarbeiten und speichern – starke Privatsphäre-Optionen sind also unabdingbar. Dieser Artikel klärt zu diesem wichtigen Thema auf und gibt Ihnen anschließend hilfreiche Tipps, wie Sie den Umgang mit ihren persönlichen Daten zusätzlich absichern können. Danach steht einer unbeschwerten Nutzung nichts mehr im Weg.
Welche Daten werden erfasst und verarbeitet?
Eine Gesundheits-Tracking-App setzt im Wesentlichen auf automatische Datenerfassung, um Nutzern ein möglichst unkompliziertes Erlebnis bieten zu können. Dank der vielen Sensoren im Handy und im Fitness-Tracker kann die App unter anderem folgende Daten sammeln:
- Aktivität & Bewegung: Schritte, Strecken, Intensität und GPS-Daten
- Körperliche Daten:Herzfrequenz, Blutsauerstoff, Atmung und Körpertemperatur
- Daten zum Schlaf: Dauer, Phasen (REM), Schlafqualität und Wachzeiten
- Sonstiges:Kalorienverbrauch, Fitnessalter, Sauerstoffaufnahme und Bewegungsmuster
Hinzu kommen manuell eingegebene Daten, so zum Beispiel zur Ernährung und zum generellen Wohlbefinden. Dadurch kann eine Gesundheits-Tracking-App ein umfassendes Bild zur eigenen Gesundheit erstellen sowie praktische Verbesserungstipps geben.
Gibt es Risiken mit Hinblick auf die Privatsphäre?
Da die Apps und Wearables zahlreiche sensible Daten zu ihren Nutzern sammeln, sind starker Datenschutz und Privatsphäre ein besonders wichtiges Thema. Grundsätzlich müssen Anbieter heute den Anforderungen aus der DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) folgen. Es gibt also klare Vorgaben zum Erfassen, Verarbeiten und Speichern personenbezogener Daten.
Die Realität kann jedoch ein wenig anders aussehen. So warnt der TÜV, dass die beliebten Gesundheits-Tracker ein massives Sicherheitsrisiko darstellen. Zudem gab es bereits Vorfälle mit Millionen von Datensätzen, die komplett ungesichert online zur Verfügung standen. Für Hacker und Betrüger können solche sensiblen Daten besonders wertvoll sein.
Ein weiteres Beispiel: Im Juli 2025 wurde eine schwere Sicherheitslücke bei Coros-Sportuhren entdeckt. Übertragene Daten zwischen dem Wearable und dem Handy konnten dadurch abgegriffen werden. Im Anschluss brauchte der Hersteller fast einen Monat, um die Lücke zu schließen. Nutzer mussten in dieser Zeit eigene Sicherheitsvorkehrungen treffen.
Wie kann man selbst zur besseren Privatsphäre beitragen?
Niemand muss auf die praktischen Helfer im Alltag verzichten. Bereits ein paar einfache Tipps können zu mehr Privatsphäre bei Gesundheits-Tracking-Apps beitragen.
Seriösen Anbieter bzw. Hersteller wählen
Es gibt mittlerweile zahlreiche verschiedene Hersteller beliebter Fitness-Tracker und dazugehöriger Apps. Wählen Sie einen Anbieter, der das Thema Datenschutz ernst nimmt und schnelle Updates liefert. Ebenfalls wichtig: Die Server, auf denen die Daten gespeichert werden, sollten in der EU sein. So muss der Anbieter den hiesigen Datenschutzvorgaben folgen. Eine starke Verschlüsselung aller Übertragungen rundet ein positives Gesamtbild ab.
Auf Nutzungsbedingungen und Rechtevergabe achten
Bevor Sie einen Tracker oder eine App nutzen können, müssen Sie den jeweiligen Nutzungsbedingungen zustimmen. Grundsätzlich benötigen die Apps viele Rechte, um ihre Funktionen anbieten zu können. Aber es gibt auch Ausnahmen: Braucht die App wirklich Zugriff auf das Mikrofon oder den Kalender, wenn man die damit verbundenen Funktionen ohnehin nicht nutzt? Im Zweifelsfall sollten Nutzer die Rechtevergabe selbst einschränken.
Das eigene Handy mit VPN zusätzlich absichern
Aber es gibt noch weitere Gefahrenquellen, so zum Beispiel öffentliche WLAN-Netzwerke oder Seiten im Internet ohne Datenverschlüsselung. Mit einer VPN-App auf dem Handy lassen sich solche Gefahren minimieren, weil alle Übertragungen zusätzlich verschlüsselt werden. Zudem können moderne VPN-Apps sogar vor Phishing warnen und Malware erkennen.
Auf diese Weise können Sie Ihr Handy umfassend schützen und somit auch zur Privatsphäre Ihrer Daten allgemein beitragen. Seriöse VPN-Anbieter überzeugen mit einem kostenlosen VPN-Download und einer umfassenden 30-Tage-Geld-zurück-Garantie, sodass es für Sie als interessierten Nutzer keinerlei Risiko gibt.
Regelmäßige Software- und Firmware-Updates aufspielen
Namhafte Hersteller von Gesundheits-Trackern arbeiten laufend daran, die Tracker und Apps zu verbessern. Sicherheit ist dabei ein besonders wichtiger Aspekt und viele Lücken werden im Laufe der Zeit geschlossen, noch bevor sie von Hackern entdeckt werden. Deswegen sollten Sie immer alle Updates aufspielen, ob als App-Update oder als neue Firmware für ein Wearable. So machen Sie es Hackern und Betrügern deutlich schwieriger.